Der Energieausweis

Warum? Weshalb? Wieso?

Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

Seit 2008 sind Energieausweise bei Neubauten Pflicht. Durch eine Gesetzeserweiterung im Jahr 2012 sind diese Energieausweise nun auch für den Bereich Sanierung und Vermietung erforderlich. Die hierfür gesetzlichen Richtlinien wurden im EVG (Energieausweis- vorlagegesetz) definiert. Energieausweise haben eine Gültigkeit von 10 Jahren ab der Ausstellung und Freigabe durch die Behörde. Die europäische Union hat es sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2020 das Passivhaus als Standardanspruch für Neubauten in Europa gilt. (HWB < 15kWh/m2a).

Erlauben Sie mir dahingehend meinen ersten Vergleich zum Auto:
Wie auch Sie bei Ihrem Auto wissen möchten, welchen Verbrauch das Fahrzeug hat, so ermöglicht der Energieausweis einen Überblick über die wesentlichen Verbrauchsdaten des Gebäudes.

 

Welche Werte sind im Energieausweis relevant?

Von seinen Anfängen bis zum heutigen Zeitpunkt sind der Umfang und die Komplexität des Energieausweises ständig gestiegen.
Uns als Makler ist es daher wichtig, unsere Kunden und die Besucher dieser Website über die beiden wichtigsten Faktoren im Energieausweis zu informieren. 

Die wichtigsten Werte sind der HEIZWÄRMEBEDARF (HWB) und der GESAMT-ENERGIE-EFFIZIENZ- FAKTOR (fGEE). Diese beiden Werte sind bei den meisten Berechnungsprogrammen an vorderster Stelle zu finden. Seit 2012 ist es verpflichtend, diese beiden Werte des Energieausweises in Annoncen und Anzeigen anzuführen.
Durch diese beiden Werte lassen sich Gebäude kategorisieren und damit besser gegenüberstellen.
Der Heizwärmebedarf (HWB) in kWh/m2a (Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr), welcher von den Energieausweisprogrammen errechnet wird, gibt an, wieviel Energie bzw. Wärmebedarf benötigt wird, um das Gebäude mit der notwendigen Raumtemperatur zu versorgen. In diesem Wert ist jedoch nicht das Nutzerverhalten berücksichtigt. Bei den Energieausweisberechnungen wird lediglich von den normtechnischen Standardwerten ausgegangen. Diese Faktoren betreffen den Strombedarf, die Raumtemperatur von Wohn-, Schlaf-, und Sanitärräumen etc.
Daher ist in den Berechnungen des Energieausweises und auch im Wert des HWB das individuelle Nutzerverhalten nicht berücksichtigt. 

 

energieausweis

Ausschnitt aus Energieausweis
Quelle: Firma Zehentmayer Programm GEQ

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