Worauf Sie beim Grundstückskauf achten sollten

Für viele Menschen ist der Bau eines Hauses eine der wichtigsten Entscheidungen in ihrem Leben. Und das aus gutem Grund, denn…

Foto: Miriam Derler

…der Traum vom Eigenheim ist mit erheblichem Aufwand und nicht zu unterschätzenden Kosten verbunden. Der erste Schritt Richtung Eigenheim beginnt dabei mit der Auswahl eines passenden Grundstücks. Damit Sie dem Weg zum Traumhaus entspannt entgegenblicken können und Sie sich später in Ihren eigenen vier Wänden wohlfühlen, haben wir ein paar Tipps zum Grundstückskauf für Sie zusammengestellt.

Wenn Sie die folgenden Schritte nicht alleine bewältigen möchten, bei Ihrem Vorhaben Hilfe benötigen und Zeit und Energie sparen wollen, dann übernehmen wir als professionelle Immobilienprofis gerne die Suche nach einem für Sie passenden Grundstück. Zusätzlich überprüfen wir sämtliche relevante Schriftstücke, sodass Sie umfassende Sicherheit bei Ihren Entscheidungen genießen.

Legen Sie Ihre persönlichen Kriterien für das optimale Grundstück am besten schon vor der Suche fest. Bedenken Sie, dass es Kriterien gibt, die miteinander in Konflikt stehen. So wird es kaum möglich sein, ein gänzlich ruhiges Grundstück zu finden, das gleichzeitig eine erstklassige Infrastruktur aufweist. Beantworten Sie auch für sich selbst die Frage: Was kann und will ich mir leisten?

Sobald Sie nun ein konkretes Grundstück im Auge haben, sollten Sie überprüfen, ob es Ihren Ansprüchen genügt: Ist die nähere Umgebung und die Infrastruktur passend, existieren störende Lärmquellen?

Im Anschluss empfiehlt sich die Einholung eines Grundbuchauszuges. Das Grundbuch liegt am zuständigen Bezirksgericht auf und ist gegen eine geringe Gebühr über das Internet einsehbar.

Der Grundbuchsauszug offenbart eine Fülle von wichtigen Informationen: Ist der Verkäufer tatsächlich der alleinige Eigentümer der Liegenschaft oder gibt es mehrere Besitzer? Ist das Grundstück mit Verbindlichkeiten belastet? Existieren eingetragene Servitute (Wegerecht, Kanal- oder andere Leitungen)?

 

Nach der sorgfältigen Durchsicht des Grundbuchauszuges führt Sie der Weg auf das Gemeindeamt. Hier erhalten Sie alle notwendigen Dokumente, wie den Flächenwidmungsplan und die Bebauungsrichtlinie.

Aus dem Flächenwidmungsplan können Sie entnehmen, ob das Grundstück überhaupt bebaut werden darf, es also als Bauland ausgewiesen ist. Der Plan enthält auch weitere Informationen z.B. zu geplanten Starkstromleitungen oder zum Nahverkehrs- und Fluglärm.

Die Bebauungsrichtlinie gibt vor, wie das zukünftige Haus aussehen darf, sie regelt die maximale Höhe, die Abstände zur Grundstücksgrenze, die Bebauungsdichte (wieviel Fläche des Grundstücks bebaut werden darf) und auch, welche Form das Dach haben darf (bzw. muss).

Zusätzlich lassen sich am Gemeindeamt auch Informationen darüber einholen, ob das Grundstück in einer Hochwasserzone oder nahe einem Naturschutzgebiet liegt.

 

Ebenfalls wichtig ist zu erfahren, ob das Grundstück überhaupt schon aufgeschlossen worden ist, d.h. ob es eine Straßenzufahrt gibt, Wasser- und Stromleitungen am Grundstücksrand vorhanden sind und der Anschluss an das Kanalnetz ohne größere Grabungsarbeiten möglich ist.

 

Zusätzlich sollten Sie sich sowohl beim Verkäufer als auch bei der Gemeinde über die frühere Nutzung und eventuelle Altlasten des Grundstücks erkundigen. Es mag zwar nicht oft vorkommen, dass beim Baubeginn eine „vergessene“ Mülldeponie entdeckt wird, oder dass dort früher eine Tankstelle stand. Wenn jedoch durch die Kontaminierung Probleme auftreten, dann kann die fachgerechte Entsorgung des Sondermülls für den Käufer sehr teuer werden und das Grundstück im schlimmsten Fall entwerten.

 

Weiterführende Links finden sich hier:

www.wiminin-immobilien.at/de/0__68_1_67/wissenswert-infos-links.html

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